Berliner StraßenbahnystemBuslinie M48GeschichteStädtebauliche SituationSoziale Situation
SchnellerNachhaltigWirtschaftlichNeuer Straßenraum
LinienführungMetrotramlinie M4FahrzeugeinsatzBuskonzeptErschließungsstandards
Städtebauliche GrundsätzeÜbersicht der PlanungDetails
Betriebswirtschaftliche BewertungFördermöglichkeitenKostenschätzung

Das Berliner Straßenbahnsystem

Liniennetz

Die Berliner Straßenbahn verfügt über eines der ältesten und bis heute größten Straßenbahnnetze der Welt. Es hat eine Streckenlänge von 187,7 km und die täglich zurückgelegte Entfernung der Berliner Straßenbahnen entspricht einer 1,3-fachen Erdumrundung. Mit 1,3 Millionen Fahrten jährlich werden 171 Millionen Fahrgäste befördert, 560.000 Beförderungsfälle täglich. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit beträgt 19,2 km/h.

Bestandsnetz Straßenbahn 2008

Quelle: Berliner Verkehrsbetriebe

Mit der Neukonzeption des Liniennetzes im Dezember 2004 und der Einführung von MetroTram-Linien gibt es in Berlin 22 Straßenbahnlinien. Die BVG bedient heute neun Metrotramlinien und 13 Straßenbahnlinien.

MetroTram-Linien bilden zusammen mit MetroBus-Linien das Metronetz und befahren wichtige Achsen, die von der S- und U-Bahn nicht bedient werden. MetroTram-Linien fahren täglich rund um die Uhr und tagsüber mindestens im 10-Minuten-Takt. Nachts und am Wochenende verkehren einige Linien allerdings auf verkürzter Strecke. Die übrigen Straßenbahnlinien fahren überwiegend in den Randbereichen der Stadt im 20-Minuten-Takt bis maximal 1 Uhr nachts.

Strecken und Planungen

Nach der Deutschen Wiedervereinigung wurden in Berlin umfangreiche Pläne für die Netzerweiterung der Straßenbahn in den Westteil der Stadt erstellt. Zunächst wurde eine neue Strecke von der Björnsonstraße über die Bornholmer Straße bis zur Seestraße projektiert. Am 14. Oktober 1995 erreichte die Straßenbahn erstmals wieder das ehemalige Westberlin. Am 25. Oktober 1997 erfolgte die Verlängerung bis Virchow-Klinikum. Die Inbetriebnahme des Streckenabschnittes von der Friedrichstraße zur Dorotheenstraße erfolgte am 20. Dezember 1997, wodurch die Umsteigesituation am Bahnhof Friedrichstraße zur S+U Bahn deutlich verbessert wurde. Am 18. Dezember 1998 wurde die Straßenbahn über den Alexanderplatz in Betrieb genommen. Erstmals gab es nun in Berlin eine Straßenbahn in einer Fußgängerzone.

Eine Angebotsoptimierung und die Einführung des Metrolinienkonzeptes bei der Straßenbahn wurden im Dezember 2004 durchgeführt. Am 28. Mai 2006 folgte die Inbetriebnahme einer zweiten Strecke im alten Westteil der Stadt. Fortan verkehrte die Metrotramlinie M10 von S+U Warschauer Straße über U Eberswalder Straße entlang der Bernauer Straße zum S Nordbahnhof. Bis 2011 soll die Strecke zum Hauptbahnhof verlängert werden. Derzeit läuft das Planfeststellungsverfahren für die Strecke. Mit „Alex II“ wurde am 30. Mai 2007 die zweite wichtige Anbindung der Straßenbahn am Alexanderplatz in Betrieb genommen.

Weitere mittelfristige Planungen sehen eine Anbindung des neuen Bahnhofs Ostkreuz vor. Die Verlängerung der M10 zum Hauptbahnhof befindet sich im Planfeststellungsverfahren. Die Erschließung des Wissenschaftsstandortes Adlershof befindet sich im Bau.

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