Berliner StraßenbahnystemBuslinie M48GeschichteStädtebauliche SituationSoziale Situation
SchnellerNachhaltigWirtschaftlichNeuer Straßenraum
LinienführungMetrotramlinie M4FahrzeugeinsatzBuskonzeptErschließungsstandards
Städtebauliche GrundsätzeÜbersicht der PlanungDetails
Betriebswirtschaftliche BewertungFördermöglichkeitenKostenschätzung

Städtebauliche Situation

Leipziger Straße

Quelle: Marie-Luise Hornbogen

Die Strecke führt auf knapp 11 km durch ein äußerst heterogen bebautes Gebiet mit einer vielseitigen Bewohnerstruktur. Vom weitläufigen Alexanderplatz, vorbei am Roten Rathaus führt die Strecke über die Spandauer Straße nach Osten. Nach einer Linkskurve auf den über 50 m breiten Mühlendamm führt die Strecke auf der Bundesstraße 1 entlang des Molkemarkts auf die Fischerinsel und weiter über die Gertraudenstraße zum Spittelmarkt, wo die U-Bahnlinie 2 kreuzt. Südlich der Leipziger Straße befinden sich bis zu 25-geschossige Gebäudekomplexe und nördlich davon 14-geschossige Wohngebäude in Plattenbauweise. An der Charlottenstraße reduziert sich die Zahl der Spuren von acht auf fünf, da die hier nur noch 20 m breite Leipziger Straße im Sinne der Blockrandbebauung dicht bebaut ist. Bis zu diesem Abschnitt fährt der Bus auf einer eigenen Busspur, ab der Charlottenstraße ist dies nicht mehr möglich. Die viel befahrene Friedrichstraße wird gekreuzt, unter der sich die U6 (Haltestelle Stadtmitte) befindet.

Auf der Leipziger Straße liegen bereits seit vielen Jahren Straßenbahngleise auf der Straße. Ab dem Leipziger Platz begleiten Fahrradspuren auf beiden Seiten die insgesamt vier Fahrspuren, zudem fährt der Bus ab Potsdamer Platz wieder auf einer separaten Busspur. Hier befindet sich zudem der Bahnhof „Potsdamer Platz“ mit Haltestellen der U2, der S1, S2, S25 und der Regionalbahn. Zwischen SonyCenter und DaimlerChrysler Quartier befindet sich auf der Potsdamer Straße ein 13 m breiter Mittelstreifen, da bereits bei der Neubebauung des Platzes in den 1990er Jahre die Straßenbahnplanung berücksichtigt wurde.

Kulturforum

Potsdamer Straße im Schöneberger Norden

Quelle: Dominik Stanonik

Nach dem modernen und sehr dicht und hoch bebauten Potsdamer Platz knickt die Potsdamer Straße nach Süden ab und passiert das Kulturforum. Nachdem die Potsdamer Brücke überquert wurde, wird die Zahl der Fahrspuren Richung Süden auf eine reguläre Fahrspur und eine Bus-/Lkw-Spur reduziert. Ab der Lützowstraße gibt es auf beiden Seiten nur noch eine Fahrspur und Busspur pro Richtung. Entlang der Potsdamer Straße sind nur vereinzelt Gründerzeithäuser erhalten geblieben, die meisten Häuser sind Nachkriegsbauten. Da die Straße in diesem Abschnitt sehr eng ist, befindet sich keine Fahrradspur auf der Straße, sondern lediglich ein sehr schmaler Radweg hinter den vielen Bäumen, direkt auf dem Gehweg. Ab der Kurfürstenstraße gibt es auch diesen Radweg nicht mehr und die Fahrräder werden wieder auf die Fahrspuren geleitet.

Die Potsdamer Straße überquert am der Kurfürstenstraße die Grenze zwischen den Bezirken Mitte und Tempelhof-Schöneberg und wird unterirdisch von der U1 (Haltestelle Kurfürstenstraße) gekreuzt. Nur 200 m weiter südlich befindet sich die Bülowstraße mit der auf einem Viadukt geführten U2 (Haltestelle Bülowstraße). An der Pallasstraße befindet sich 120 m von der Potsdamer Straße entfernt die Großwohnanlage Pallasseum („Sozialpalast“). Ab der Pallasstraße ist die Straße in Richtung Süden um eine Fahrspur erweitert. Kurz bevor die Zentrale der BVG passiert wird, befindet sich westlich der Straße der Heinrich-von-Kleist-Park mit seinen Königskolonaden, die derzeit renoviert werden. An der Ecke Potsdamer Straße/Grunewaldstraße kreuzt die U7 unterirdisch (Haltestelle Kleistpark).

Kleistpark

Innsbrucker Platz

Quelle: Dominik Stanonik

Nach der Haltestelle Kleistpark befinden sich in beide Richtungen zwei Fahrspuren und eine Busspur. Der Straßenraum ist mit 30 m relativ breit und wird in der Straßenmitte von einem ca. 7 m breiten Grünstreifen geprägt. Von der ursprünglichen Gründerzeitbebauung ist an diesem Abschnitt der Hauptstraße deutlich mehr erhalten geblieben als im zuvor beschriebenen Abschnitt. Am Kaiser-Wilhelm-Platz macht die Straße einen Knick nach Westen und umfährt den alten Dorfanger, so dass die Straße an der breitesten Stelle über 50 m breit ist. Ab der Dominicusstraße wird die Straße wieder durch zwei Fahrradspuren ergänzt. Die Bundesstraße 1 biegt links zum einizigen realisierten Teil der so genannten Westtangente A103 ab. Am Innsbrucker Platz befinden sich der S-Bahnhof der Ringbahn und die Endhaltestelle der U-Bahnlinie 4. Unter dem über 100 m breiten Platz verläuft die Berliner Stadtautobahn A100, die durch eine Auffahrt vom Platz aus zu erreichen ist. Der Innsbrucker Platz ist durch seine Größe, Lautstärke, fehlende Bebauung und einer Bushaltestelle unter der über 30 m breiten S-Bahnbrücke der wohl unattraktivste Ort entlang der Strecke und bedarf einer dringenden Aufwertung über den Straßenbahnneubau hinaus.

Ab dem Breslauer Platz, an dem sich das Rathaus Friedenau befindet, reduzieren sich die Fahrspuren Richtung Süden auf eine Spur und eine Busspur. Ab der Schmiljanstraße und der sich dort befindlichen Kaisereiche gibt es auch in nördlicher Richtung nur noch eine Fahrspur und die Busspur. In Friedenau sind von der Gründerzeit- und Reformwohnungsbauten viele erhalten geblieben. Am Walther-Schreiber-Platz beginnt die Schloßstraße mit den Einkaufszentren Schloßstraßencenter und Forum Steglitz. An der Grenze zwischen Schöneberg-Temeplhof und Steglitz-Zehlendorf befindet sich unter der Schloßstraße die U-Bahnlinie 9 (Haltestelle Walther-Schreiber-Platz).

Schloßstraße

Schloßstraße unter der
Joachim-Tiburtius-Brücke

Quelle: Lukas Foljanty

Kurz vor der Joachim-Tiburtius-Brücke, die die Schloßstraße kreuzt, befindet sich das Kaufhaus Wertheim und das ehemalige Karstadt-Kaufhaus und ein Zugang zur Haltestelle Schloßstraße der U9. Südlich der Brücke steht der 46 m hohe „Bierpinsel“, ein in den 1970er Jahren gebautes Turmgebäude, das derzeit ungenutzt ist. Die Schloßstraße ist durch viele Geschäfte sehr belebt und zählt zu den umsatzstärksten Einkaufsstraßen der Stadt. Die meisten der Nebenstraßen können nicht mehr von der Schloßstraße angefahren werden, sondern sind als Sackgassen ausgeführt. Am Straßenrand und in der Straßenmitte sind viele Platanen gepflanzt.

Am Rathaus Steglitz befinden sich das im März 2006 eröffnete Einkaufszentrum „Das Schloss“, das 119 m hohe, asbestbelastete und überwiegend leergezogene Bürogebäude „Steglitzer Kreisel“ und der Hermann-Ehlers-Platz, der als Wochemarkt genutzt wird. An der Ostseite des Platzes befinden sich die aufgeständerte Autobahn 103 und die S-Bahnstation Rathaus Steglitz. Am Rathaus Steglitz endet die U-Bahnlinie 9 und mehrere Busse halten vor dem Steglitzer Kreisel.

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