Erschließungsstandards
Alle an den Korridor angrenzenden Quartiere sind bereits im Nullfall außerordentlich gut an das öffentliche Nahverkehrsnetz Berlins angebunden. Im südlichen Abschnitt im Bereich zwischen Rathaus Steglitz und Walther-Schreiber-Platz verläuft parallel zur geplanten Trasse die U-Bahnlinie 9. Darüber hinaus verkehren heute (Stand Juli 2008) in diesem Bereich die Buslinien M48, M82, M85, X83, 170, 186, 188, 283, 284, 285 und 380 sowie die Nachtbuslinien N9 und N88. Am Rathaus Steglitz befindet sich der wichtigste Verkehrsknoten für den Südwesten Berlins, der einen Brechpunkt für viele Buslinien darstellt.
Am Innsbrucker Platz kreuzt der Berliner S-Bahnring und die U-Bahnlinie 4 beginnt hier. Zur Zeit beginnt am Innsbrucker Platz darüber hinaus die Parallelfahrt mit der Buslinie 187, die bis zum U-Bahnhof Bülowstraße führt. Im Planfall ist diese Parallelfahrt nicht mehr vorgesehen (vgl. Buskonzept).
Zwischen Dominicusstraße/Hauptstraße und Kaiser-Wilhelm-Platz verkehrt die Buslinie 104 parallel zur geplanten Trasse. Durch den neuen S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke ist auch das Quartier am Kaiser-Wilhelm-Platz in Schöneberg seit April 2008 sehr gut an das überbezirkliche Verkehrsnetz angebunden. Die so gennante "Rote Insel", die sich zwischen den S-Bahnlinien S1, S2/S25 und der Ringbahn befindet, ist nun nach über 60 Jahren wieder direkt an das S-Bahnnetz angeschlossen.
Am Kaiser-Wilhelm-Platz münden darüber hinaus die Buslinien 106 und 204 in den Korridor, die bis Goeben- bzw. Bülowstraße parallel mit der geplanten M4 verlaufen. Auf Grund des Parallelverkehrs wird zwischen Kleistpark und Bülowstraße wird eine Bus-/Tram-Kombispur vorgeschlagen. Am Kleistpark kreuzt die U-Bahnlinie 7.
An der Bülowstraße und der Kurfürstenstraße bestehen Umsteigebeziehungen mit den U-Bahnlinien 1 und 2. Darüber hinaus kreuzen die Metrobuslinie M19 und die Buslinie 187.
Die entlang des Landwehrkanals verkehrende Metrobuslinie M29 bedient die West-Ost-Verkehrrichtung. Darüber hinaus biegt an der Philharmonie die Buslinie 200 in den Korridor ein.
Am Potsdamer Platz bestehen eine Vielzahl an Umsteigemöglichkeiten. Neben den S-Bahnlinien 1, 2 und 25, der U-Bahnlinie 2, der Regionalbahn halten die Metrobuslinie M41 sowie die Buslinie 200 am Potsdamer Platz. Die zur Zeit an der Philharmonie endende Buslinie 347 wird im Planfall zur Jerusalemer Straße zurückgezogen.
Der U-Bahnhof Stadtmitte bildet einen wichtigen Umsteigeknoten zu der in Nord-Süd-Richtung verkehrenden U-Bahnlinie 6. Die U-Bahnlinie 2, die ebenfalls am U-Bahnhof Stadtmitte hält, hat in diesem Abschnitt nur geringe Relevanz, da ein Parallelverkehr zwischen Potsdamer Platz und Alexanderplatz besteht, der in Bezug auf die Fahrzeit ungünstig für die U2 ausfällt.
Am Alexanderplatz, dem wichtigsten und größten Umsteigeknoten Berlins, treffen eine Vielzahl von U-, S-, Straßenbahn- und Buslinien aufeinander. Dazu ist der Bahnhof Alexanderplatz ein Haltepunkt der Regionalbahn.
Der Vergleich der Erschließungsstandards beim Null- und Planfall hat deutlich zeigen können, dass im Planfall sich die Erschließung der Quartiere verbessert. Auch an Haltestellen, die im Planfall wegfallen (bspw. Kieler Straße in Steglitz) kann die Straßenbahn den Wegfall durch ihre größeren Erschließungsradien kompensieren.
Downloads
- Erschließungsstandards 1: Alexanderplatz - Potsdamer Platz (jpeg, 740 KB)
- Erschließungsstandards 2: Potsdamer Platz - Innsbrucker Platz (jpeg, 780 KB)
- Erschließungsstandards 3: Innsbrucker Platz - Rathaus Steglitz (jpeg, 760 KB)
Die Werte entsprechen den Erschließungsstandards für Gebiete mit hoher Siedlungsdichte gemäß Nahverkehrsplan 2001-2004 der Senatsverwaltungs für Stadtentwicklung Berlin.
