Berliner StraßenbahnystemBuslinie M48GeschichteStädtebauliche SituationSoziale Situation
SchnellerNachhaltigWirtschaftlichNeuer Straßenraum
LinienführungMetrotramlinie M4FahrzeugeinsatzBuskonzeptErschließungsstandards
Städtebauliche GrundsätzeÜbersicht der PlanungDetails
Betriebswirtschaftliche BewertungFördermöglichkeitenKostenschätzung

Städtebauliche Grundsätze

Fotomontage der Hauptstraße in Schöneberg

Quelle: Lukas Foljanty/Marie-Luise Hornbogen

Eine zentrale Prämisse des Projektes war es, möglichst die gesamte Trasse als besonderer Gleiskörper zu realisieren. Der besondere Gleiskörper erlaubt es der Straßenbahn unabhängig vom MV zu verkehren, ist dadurch stauunanfällig und zuverlässig, so dass der Systemvorteil der Straßenbahn voll ausgespielt werden kann. Der besondere Gleiskörper bietet dabei neben den verkehrlichen Vorteilen Möglichkeiten der städtebaulichen Gestaltung. So ist die Ausstattung der Strecke mit Rasengleisen ein weiteres wichtiges Anliegen des Projektes, um den Straßenraum so naturnah wie möglich darstellen zu können. In Abschnitten mit besonders schmalen Straßenquerschnitten, wird der Lichtraum zwischen Straßenbahn und Fahrspuren mit Granitsteinen gepflastert um im Havariefall auch bei „verstopften“ Straßen das Vorankommen von Feuerwehr und Polizei gewährleisten zu können.

Eine weitere unabdingbare Prämisse des Projektes war die barrierefreie Umsetzung der gesamten Trasse. Dies kann durch erhöhte Bordsteine an den Haltestellen, den Einsatz von Niederflurfahrzeugen und, wo aus mangelndem Platz keine Alternativen möglich sind, die Errichtung überfahrbarer Kaps möglich gemacht werden. Bei einem überfahrbaren Kap werden die Fahrspuren für PKW und LKW auf das Niveau des Gehweges angehoben (siehe Haltestelle U Stadtmitte) wodurch ein niveaugleicher Einstieg in die Tram möglich wird. Der eigentliche Wartebereich der Fahrgäste befindet sich auf dem Gehweg. Bei Einfahrt der Straßenbahn in die Haltestelle werden die PKWs per Ampel-Schaltung vor der Haltestelle gestoppt, so dass für die Fahrgäste ein sicherer Einstieg in die Straßenbahn möglich ist.

Die Attraktivität des Straßenraums soll darüber hinaus durch das Anpflanzen neuer Bäume an verschiedenen Stellen entlang der Strecke (insbesondere Leipziger Straße, Kleistpark, Potsdamer Straße und Hauptstraße) erhöht werden, was zudem einen positiven stadtklimatischen Effekt mit sich bringt. Eine weitere gestalterische Möglichkeit ist das Anpflanzen von Büschen und Sträuchern am Rand der Strecke, die die Trasse vom Straßenraum optisch abtrennt. Zudem werden dadurch die Lärmemissionen der Straßenbahn deutlich verringert, da der Radschall von den Büschen teilweise absorbiert werden kann.

Um für die Fahrgäste eine optimale Umsteigesituation zu den weiterhin entlang der Strecke verkehrenden Bussen zu schaffen, werden an einigen Haltestellen Kombispuren angelegt. Busse und Straßenbahnen fahren abschnittsweise auf einer gemeinsamen Trasse. Der Bus fädelt sich kurz vor der Haltestelle auf den besonderen Bahnkörper ein und genießt nach dem Halt an der Haltestelle durch eine Ampelschaltung Vorfahrt gegenüber den wartenden Kraftfahrzeugen. Dadurch erfahren auch die Busse in diesem Abschnitt eine Beschleunigung ohne dass die Straßenbahn negativ davon beeinflusst würde.

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