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TU Berlin

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Arbeitsheft 65 - Business Improvement Districts

Lupe

Elena Wiezorek:

Business Improvement Districts
Revitalisierung von Geschäftszentren durch Anwendung des nordamerikanischen Modells in Deutschland 

Berlin 2004, 232 Seiten
ISBN 978-3-7983-1956-1
Euro 9,90

Schlagwörter
Public-Private-Partnership, Innerstädtische Zentren, Business Improvement Districts, Standortmanagement, Revitalisierung

Abstract
Traditionelle innerstädtische Zentren erleben schwere Zeiten. Aufgrund umfassender struktureller Veränderungen des Angebotes wandelt sich die räumliche und städtebauliche Ausprägung des Einzelhandels und führt verstärkt zu Bedeutungsverlusten in den Geschäftszentren. Die Folgen dieses Wandels sind im Sinne der Nahversorgung der Bevölkerung und eines attraktiven Stadtraumes nicht wünschenswert. Public-Private-Partnership-Ansätze versuchen bereits seit Jahren mittels kooperativer Prozesse die Zusammenarbeit der lokalen Akteure zu verbessern und dadurch die für die Stadt, die Grundstückseigentümer sowie die Gewerbetreibenden negativen Folgen des Strukturwandels im Einzelhandel aufzufangen. Allerdings kämpfen viele von ihnen mit Organisations-, Finanzierungs- und Umsetzungsproblemen. 
Das nordamerikanische Modell der Business Improvement Districts (BIDs) bietet für diese Probleme einen Lösungsansatz. Mittels Selbstverpflichtung der Eigentümer in einem als BID definierten Geschäftszentrum erfolgt durch Mehrheitsbeschluss eine zeitlich befristete Beitragszahlung aller Eigentümer. Das Geld aus dieser freiwilligen "Selbstbesteuerung" wird mit der Steuer eingezogen und wird zur Aufwertung des Standortes eingesetzt. Diese Vorgehensweise wird durch eine besondere BID-Gesetzgebung ermöglicht. Die hier vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, ob eine Revitalisierung der Geschäftszentren in Deutschland durch Anwendung des nordamerikanischen Ansatzes möglich ist und greift damit eine aktuelle Diskussion aus vielen Bundesländern auf.
Anhand empirischer Untersuchungen zu drei Fallstudien in New York City wurden Organisationsprozesse und -wirkungen untersucht und analysiert sowie aus den empirischen Ergebnissen "harte" Wirkungen, wie beispielsweise erhöhte Kundenfrequenzen durch Marketing, gesenkte Leerstandsraten und eine gestiegene Sicherheit und Sauberkeit im öffentlichen Raum, und "weichen" Wirkungen, wie z. B. verbesserte Kommunikationsstrukturen, formuliert. Ein Vergleich der Rahmenbedingungen in den USA und Deutschland verdeutlicht, dass eine eins-zu-eins-Übertragung des BID-Modells nicht möglich ist. Aufgrund des zunehmend eingeschränkten Handlungsspielraums der Kommunen in Deutschland ist jedoch eine Annäherung in den Modellen zur Krisenbewältigung zu erkennen. 
Die Arbeit verdeutlicht die aktuelle Auseinandersetzung zur Übertragung des BID-Modells auf deutsche Verhältnisse. Die Analyse der Vorreiter Nordrhein-Westfalen und Hamburg zeigt, dass dabei im Grundsatz verschiedene Wege eingeschlagen werden. Die Frage nach dem Maß von Deregulierung und öffentlicher Förderung für private Initiative beantworten beide Länder auf differenzierte Weise. Für das zum Abschluss untersuchte Bundesland Berlin werden für den privaten und öffentlichen Sektor Handlungsempfehlungen bezüglich der zentralen Fragestellung der Arbeit gegeben. So sollte die öffentliche Hand neben einer eventuellen Förderung der Gründungsphase von Standortgemeinschaften gleichzeitig ein Gesetzgebungsverfahren anstreben, um längerfristig Planungs- und Finanzierungssicherheit für die Initiativen zu ermöglichen. 

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