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TU Berlin

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ISR Graue Reihe 37

Lupe

Hendrik Flach

Der Landarzt geht in Rente 
Entwicklungstendenzen und Optionen zur Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung in ländlichen Räumen

Berlin 2012 - 169 S. 
ISBN 978-3-7983-2367-4

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Abstract:

Vom demografischen Wandel sind vor allem ländliche Räume betroffen. Neben einer steigenden Lebenserwartung und sinkenden Geburtenraten wird der Wandel in diesen Gebieten dadurch verstärkt, dass vor allem die junge, erwerbsfähige Bevölkerung abwandert. Diese Entwicklung hat einen nachhaltigen Einfluss auf die Versorgung mit Infrastruktureinrichtungen und öffentlichen Dienstleistungen.

Die Herausforderungen aufgrund des demografischen Wandels werden in der Arbeit anhand der ambulanten medizinischen Versorgung untersucht. Es wird deutlich, dass eine alternde Bevölkerung einen steigenden Versorgungsbedarf hervorruft. Insbesondere Hausärzte nehmen bei der Versorgung eine zentrale Rolle ein. Seit Jahren ist jedoch ein Rückgang dieser ambulant tätigen Ärzte zu verzeichnen und in Zukunft wird sich diese Entwicklung noch verschärfen. Die Problematik ist vor allem in den ländlichen Regionen feststellbar, die besonders stark von den Auswirkungen des demografischen Wandels betroffen sind.

Die Sicherstellung der ambulanten Versorgung gehört per Gesetz zum Aufgabenbereich der Leistungserbringer des Gesundheitssystems. Die Arbeit stellt verschiedene in der Gesundheitswirtschaft entwickelte und diskutierte Methoden und Instrumente zur Sicherstellung der Versorgung vor und bewertet diese hinsichtlich ihrer Eignung, in Zukunft eine flächendeckende Versorgung in den ländlichen Räumen zu gewährleisten.

Gleichwertige Lebensbedingungen in allen Regionen der Bundesrepublik herbeizuführen, ist ein Grundsatz für die Arbeit der Raumordnung. Daher wird weiterhin untersucht, welchen Beitrag die Raumplanung bei der Sicherstellung der Versorgung leisten kann. Die tatsächlichen Einflussmöglichkeiten sind aufgrund der Kompetenzzuweisungen zwar als gering einzuschätzen. Dennoch kann durch Instrumente und Strategien der Raumplanung hilfreiche Unterstützung im Rahmen der Versorgungsplanung geleistet werden.

Die Untersuchung der Entwicklungstendenzen der ambulanten Versorgung sowie die Bewertung der möglichen Handlungsansätze werden beispielhaft anhand des Landkreises Uckermark konkretisiert. Im Ergebnis wird deutlich, dass durch eine enge Verzahnung von Instrumenten der Raumplanung und Maßnahmen im Gesundheitswesen ein Beitrag zur Gewährleistung der medizinischen Versorgung einer alternden Bevölkerung für die nächsten Jahre geleistet werden kann. Daher wird eine Kooperation von Akteuren des Gesundheitswesens und der Raumplanung im Zuge der Entwicklung von Lösungsansätzen empfohlen.

 

Die Publikation können Sie hier kostenlos herunterladen.

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